Komposition

Unser Fettsäurenprofil erklärt.

Mamilac verzichtet vollständig auf Palmöl und Fischöl. Stattdessen setzen wir auf eine hochwertige Kombination aus Milchfett (mit MFGM) und pflanzlichen Ölen – ergänzt um DHA aus Mikroalgen.

Mutter mit Baby – Mamilac Babynahrung mit pflanzlichen Fetten

Warum pflanzliche Öle

Kein einzelnes Fett kommt der Muttermilch nahe.

Weltweit werden pflanzliche Öle sicher als Quelle essenzieller ungesättigter Fettsäuren in Säuglingsanfangs- und Folgenahrung eingesetzt. Tierische Fettquellen – Kuhmilch, Ziegenmilch und ähnliche – sowie einzelne Pflanzenöle entsprechen sie dem Fettsäureprofil der Muttermilch. Deshalb kombinieren wir in Mamilac sorgfältig ausgewählte Fettquellen: Milchfett mit MFGM, eine abgestimmte Ölmischung und DHA aus Mikroalgen.

Grundlagen

Fettsäuren – woraus Fett besteht.

Fettsäuren sind die Grundbausteine jedes Fetts. Sie versorgen den Körper mit Energie und sind Baumaterial für Zellmembranen, Gehirn und Nervensystem.

Gesättigte Fettsäuren

Nur Einfachbindungen – stabil und starr. Hauptquellen: tierische Lebensmittel wie Butter und Fleisch.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Eine Doppelbindung macht sie beweglicher. Vorkommen z. B. in Olivenöl und Avocado.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Zwei oder mehr Doppelbindungen, darunter Omega-3 und Omega-6. Essenziell für Gehirn, Nerven und Stoffwechsel; oxidationsempfindlich.

Transfette

Industriell gehärtete Fette, die das Cholesterinprofil belasten. In Mamilac werden sie nicht verwendet.

Infografik: Gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen – gezeigt anhand von Omega-6 und Omega-3 für pflanzliche Fette in Babynahrung
Messlöffel Mamilac Milchpulver mit pflanzlicher Fettmatrix für Babynahrung

Warum Vielfalt zählt

Zellmembranen brauchen Beweglichkeit.

Zellmembranen brauchen bewegliche Fettsäuren, damit Transport und Signale funktionieren. Lange, gesättigte Fettsäuren machen die Membran starr. Ungesättigte Fettsäuren sind flexibel und bewegen sich. Sidenote: Dies ist ein Grund, warum sie bei Raumtemperatur flüssig sind.

Für Säuglinge ist das besonders wichtig: Ungesättigte Fettsäuren liefern das Baumaterial für Gehirn, Nervensystem und Sinnesorgane.

Der Maßstab

Das Fett der Muttermilch ist einzigartig.

Muttermilchfett hat ein unverwechselbares Fettsäureprofil. Bis zu 98 % liegen als Triglyceride vor – je drei Fettsäuren, verbunden mit Glycerin. Am stärksten vertreten sind diese Fettsäuren:

Fettsäureprofil der Muttermilch

Anteil am Gesamtfett

Ölsäure

~ 32 %

Palmitinsäure

~ 26 %

Linolsäure

~ 15 %

Stearinsäure

~ 8 %

Myristinsäure

~ 7 %

Laurinsäure

~ 5 %

Palmitoleinsäure

~ 2 %

Vergleich 1

Muttermilch, Kuhmilch und Ziegenmilch im Vergleich.

Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) sind essenziell – der Körper kann sie nicht selbst bilden. Zusammen mit DHA sind sie zentral für Gehirn, Nervensystem und Zellmembranen. Der Vergleich der Anteile am Gesamtfett (% TFA) zeigt deutliche Unterschiede.

Linolsäure (LA)

% TFA

Muttermilch

14,3 – 15,7 %

Kuhmilch

0,85 %

Ziegenmilch

3,1 %

Alpha-Linolensäure (ALA)

% TFA

Muttermilch

0,91 – 1,37 %

Kuhmilch

0,18 %

Ziegenmilch

0,41 %

DHA

% TFA

Muttermilch

0,4 – 0,52 %

Kuhmilch

0,03 %

Ziegenmilch

Spuren, teils nicht nachweisbar

Angaben in % TFA (Total Fatty Acids), also im Verhältnis zum gesamten Fettgehalt. Balkenlängen je Fettsäure eigenständig skaliert.

Unsere Lösung

Eine sorgfältig komponierte Fettmatrix.

Weder Kuhmilchfett noch ein einzelnes Pflanzenöl entspricht dem Fett der Muttermilch. Deshalb kombinieren wir mehrere sichere, hochwertige pflanzliche Öle, ergänzen große Mengen an MFGM als das Wertvollste am Milchfett und geben DHA hinzu. Wir verwenden ausschließlich nicht gehärtete Öle und Fette aus zertifiziertem Anbau.

Sonnenblumenöl

Wichtige Quelle für Linolsäure (Omega-6) – in Kuhmilchfett kaum vorhanden.

Rapsöl, erucasäurearm

Liefert Alpha-Linolensäure (Omega-3) und einfach ungesättigte Fettsäuren.

Kokosöl

Bringt mittelkettige gesättigte Fettsäuren wie Laurin- und Myristinsäure, die auch in Muttermilch vorkommen.

MFGM aus Milchfett

Die Milchfettkügelchen-Membran mit Phospholipiden, Sphingolipiden und Glykoproteinen – das Wertvollste am Milchfett.

DHA aus Mikroalgen

Algenöl (Schizochytrium sp.) statt Fischöl – gesetzlich vorgeschrieben, bei uns rein pflanzlich und ohne Fischfang.

Vergleich 2

Mamilac im Vergleich zu Muttermilch, Kuhmilch und EU-Vorgabe.

Die Verordnung (EU) 127/2016 legt für Säuglingsanfangs- und Folgenahrung verbindliche Bereiche für Linolsäure, Alpha-Linolensäure und DHA fest. Kuhmilchfett allein erfüllt diese Bereiche nicht – es enthält deutlich mehr gesättigte Fettsäuren und Transfette und um ein Mehrfaches weniger essenzielle Fettsäuren. Mamilac liegt in allen drei Werten im vorgeschriebenen Bereich und nahe an der Muttermilch.

Linolsäure (LA)

% TFA

Muttermilch

14,3 – 15,7 %

Kuhmilch

0,85 %

EU-Vorgabe 127/2016(500 – 1200 mg / 100 kcal)

8,33 – 27,27 %

Mamilac Lactoferrin + MFGM

15,13 %

Alpha-Linolensäure (ALA)

% TFA

Muttermilch

0,91 – 1,37 %

Kuhmilch

0,18 %

EU-Vorgabe 127/2016(50 – 100 mg / 100 kcal)

0,83 – 2,27 %

Mamilac Lactoferrin + MFGM

1,39 %

DHA

% TFA

Muttermilch

0,4 – 0,52 %

Kuhmilch

0,03 %

EU-Vorgabe 127/2016(20 – 50 mg / 100 kcal)

0,33 – 1,14 %

Mamilac Lactoferrin + MFGM

0,5 %

EU-Vorgabe: Balken zeigt die Obergrenze des zulässigen Bereichs. Alle Angaben in % TFA.

Zwei besondere Bestandteile

MFGM und DHA.

MFGM – das Beste am Milchfett

MFGM steht für Milk Fat Globule Membrane, die Hülle der Milchfettkügelchen. Ihre dreischichtige Lipidstruktur enthält Glykoproteine – darunter Lactoferrin –, Phospholipide, Cholesterin und Sphingolipide sowie Oligosaccharide. MFGM unterstützt die Nährstoffversorgung und die Entwicklung von Nerven- und Immunsystem. Weil MFGM ein besonders wertvoller Bestandteil des natürlichen Muttermilchfetts ist, ergänzen wir es in Mamilac.

DHA – gesetzlich vorgeschrieben

DHA (Docosahexaensäure) ist eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure und wichtig für die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Sehkraft. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen. In pflanzlichen Fetten und in Butter kommt DHA nicht vor, in Muttermilch dagegen sehr wohl – daher schreibt die EU-Verordnung 127/2016 den Zusatz für jede Säuglingsanfangs- und Folgenahrung vor. Wir verwenden DHA aus Algen: die aus unserer Sicht beste Quelle, die zugleich Fischbestände schont.

Stabilität

Jedes Fett oxidiert – entscheidend ist der Schutz.

Bei der Fettoxidation reagieren Fettsäuren mit Sauerstoff; es entstehen unerwünschte Verbindungen wie Peroxide und Aldehyde. Geschmack und Geruch leiden, wertvolle Bestandteile wie Omega-3-Fettsäuren werden abgebaut. Das gilt für jedes Fett – auch für Milchfett und Butter.

Sauerstoff

Je mehr Kontakt das Fett mit Sauerstoff hat, desto schneller oxidiert es – Sauerstoff ist die Voraussetzung der Reaktion.

Temperatur

Wärme beschleunigt die Oxidation, besonders bei langer Lagerung.

Licht

UV-Strahlung treibt die Oxidation ungesättigter Fette an – deshalb lichtundurchlässige Verpackungen.

Art der Fettsäure

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3 sind durch ihre Doppelbindungen empfindlicher als gesättigte.

Antioxidantien

Natürliche Antioxidantien wie Vitamin E verzögern die Oxidation und schützen die Fettmatrix.

Abfüllung

Abgefüllt unter Schutzatmosphäre.

Mamilac wird unter Schutzatmosphäre in die Dose abgefüllt: Beim Verschließen wird der Sauerstoff weitgehend entzogen, sodass der Restsauerstoff minimal bleibt und die empfindlichen ungesättigten Fettsäuren stabil bleiben. Die Rohstoffe stammen aus geprüften Molkereien, die Herstellung erfolgt in einem nach GMP, HACCP und ISO 22000 zertifizierten Werk, und jede Charge wird vor der Freigabe im Labor analysiert.

Laboranalyse einer Milchprobe – Qualitätskontrolle der pflanzlichen Fette in Babynahrung

Häufige Fragen

Fragen zu unseren Fetten.

Warum enthält Mamilac pflanzliche Öle?

Weltweit werden pflanzliche Öle als Quelle essenzieller ungesättigter Fettsäuren in Säuglingsanfangs- und Folgenahrung eingesetzt. Tierische Fettquellen wie Kuh- oder Ziegenmilch und auch einzelne Pflanzenöle erfüllen weder die rechtlichen Vorgaben noch das Fettsäureprofil der Muttermilch.

Warum reicht Kuhmilchfett nicht aus?

Kuhmilchfett enthält deutlich mehr gesättigte Fettsäuren und Transfette und liefert Linolsäure, Alpha-Linolensäure und DHA nur in einem Bruchteil der Menge, die Muttermilch enthält. Die EU-Grenzwerte der Verordnung 127/2016 lassen sich damit allein nicht erfüllen.

Welche Öle verwendet Mamilac?

Sonnenblumenöl, erucasäurearmes Rapsöl und Kokosöl – ausschließlich nicht gehärtete Öle aus zertifiziertem Anbau, ergänzt um Milchfett mit MFGM und DHA aus Mikroalgenöl.

Ist Palmöl oder Fischöl enthalten?

Nein. Die Fettmatrix kommt ohne Palm- und Palmkernöl aus, das DHA stammt aus dem Öl der Mikroalge Schizochytrium sp. – kein Fischöl.

Warum verzichtet Mamilac auf Palmöl?

In Palmöl sitzt die Palmitinsäure überwiegend an einer anderen Position im Fettmolekül als in der Muttermilch. Beim Verdauen wird sie frei und kann sich mit Calcium zu schwer löslichen Verbindungen (Calciumseifen) verbinden – das kann die Aufnahme von Calcium und Fett beeinträchtigen und den Stuhl fester machen. Deshalb lassen wir Palmöl bewusst weg.

Warum verzichtet Mamilac auf Fischöl?

Fischöl ist eine übliche DHA-Quelle, bringt aber Nachteile mit: Fisch zählt zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen, marine Quellen können mit Schadstoffen wie Schwermetallen belastet sein, und ein fischiger Beigeschmack ist möglich. Deshalb gewinnen wir unser DHA aus Mikroalgen.

Wie wird die Oxidation der Fette verhindert?

Mamilac wird unter Schutzatmosphäre in die Dose abgefüllt, sodass der Restsauerstoff minimal bleibt. Zusammen mit lichtundurchlässiger Verpackung und Vitamin E bleiben die empfindlichen Fettsäuren stabil.